HAZ 07.03.2026
Heinde - Der Beschlussentwurf der Bad Salzdetfurther Stadtverwaltung, dass die Heinder das alte Feuerwehrhaus nach dem Umzug der Retter in ihr neues Domizil an der Hauptstraße nicht als Dorftreffpunkt nutzen dürfen, hat beim Ortsrat und vielen Bürgerinnen und Bürgern für großen Unmut gesorgt. Die Verwaltung begründet ihre Meinung damit, dass es im Ort genügend alternative Möglichkeiten für ein Treffen gibt. Ihrem Ärger haben sie in der jüngsten Sitzung des Ortsrates Luft gemacht.
„Nie ist dazu aus der Verwaltung Kritik gekommen“
„Wir haben uns vorgestellt, ganz anders über diesen Punkt zu sprechen. Schließlich wurde in der Vergangenheit mehrfach die Alt-Immobilie thematisiert. Nie ist dazu aus der Verwaltung Kritik gekommen“, erklärte Ortsbürgermeister Kai Schwetje (SPD) vor rund 60 Gästen. Schwetje erinnerte daran, dass das Acht-Eck-Gebäude damals von den Heindern gebaut wurde. Die Stadt hatte seinerzeit das Baumaterial zur Verfügung gestellt. „Wir sehen dort den idealen Platz, ein Dorfgemeinschaftshaus zu schaffen. Es hat sich im Laufe der Jahre eine andere Situation in Heinde ergeben. Die Gaststätte Gieseke gibt es nicht mehr und das Gasthaus Ohms ist ausschließlich von donnerstags bis sonntags geöffnet“, erläuterte Schwetje. Ziel sei es, dass das Dorfleben auch weiterhin attraktiv bleibt. „Wir brauchen gerade für den Gesangs-, den Heimatverein oder die Theaterkiste geeignete Räume und Möglichkeiten, dass sich die Mitglieder treffen können“, betonte der Ortsbürgermeister.
„Als ich von dem Papier erfuhr, bin ich stinksauer gewesen“
Eigentlich sei es der Plan gewesen, in der Sitzung über den Bedarf zu sprechen. Doch die vor wenigen Tagen veröffentlichte Verwaltungsvorlage habe die Situation grundlegend verändert. „Außerdem brauchen wir etwas für private Gelegenheiten. Im Feuerwehrhaus kann schließlich niemand seinen 80. Geburtstag feiern“, meinte Schwetje und erinnerte dabei an mehrere Gespräche, die in dieser Sache mit der Verwaltung geführt wurden. Daher sei er mehr als schockiert über die Verwaltungsvorlage. „Als ich von dem Papier erfuhr, bin ich stinksauer gewesen.“ Das hätte er als langjähriger Kommunalpolitiker und Vertreter des hauptamtlichen Bürgermeisters nicht erwartet. „Darüber hätte man im Vorfeld sprechen müssen“, sagte ein sichtlich verärgerter Ortsbürgermeister. Außerdem gehe es um die künftige Nutzung einer Garage, die ebenfalls von Bürgern errichtet wurde. Die wollten die Heinder gerne als Lagerfläche für Belange der Vereine behalten. Schwetje weiß, dass viele weitere Menschen und Gruppen aus der Politik nicht glücklich mit der Vorlage der Verwaltung sind. „Man hätte erst mal mit den Gremien sprechen müssen“, so der Ortsbürgermeister, der davon ausgeht, dass über die weitere Zukunft der Immobilie vor einem Beschluss im Fachausschuss, der nächste Woche die Vorlage auf der Tagesordnung hat, noch einmal intensiv gesprochen wird.
„Schnellschuss der Verwaltung“
Es hat auch bereits Äußerungen aus verschiedenen Heinder Gruppen gegeben. Alle seien nicht glücklich darüber gestimmt, dass das alte Feuerwehrhaus eine andere Nutzung erhält oder verkauft werden soll. Sie bezeichneten den Plan als Schnellschuss der Verwaltung. So hat zum Beispiel der Gesangsverein gerade in der kalten Jahreszeit ein Interesse daran, sich in einem kleineren Raum zu treffen. „Für einen Gastwirt ist es nicht wirtschaftlich, für ein paar Getränke einen großen Saal zu heizen“, erklärte Schwetje.
Wie geht es nun weiter? „Es ist Aufgabe des Ortsrates, alle Fakten zusammenzutragen, warum der Raum für die Ortschaft wichtig ist. Alle, die einen Bedarf haben, sollen sich beim Ortsrat melden. Auch in den Fraktionen müssen wir besprechen, wie es in diesem Punkt weitergeht“, führte der Ortsbürgermeister aus. Ziel sei es, das Haus für die Heinder Bürger und Bürgerinnen zu erhalten, „denn das Vereinsleben muss in Heinde top bleiben.“ Der stellvertretende Ortsbürgermeister Markus Behme (WuBS) warf der Verwaltung vor, sauber am Bürger und dem Ortsrat vorbeigearbeitet zu haben: „Die Vorlage ist ja eigentlich für den Fachausschuss bestimmt. Es gab keine Reaktionszeit zur Abstimmung mit den Vereinen. Wir wollen einfach gehört werden. Das ist kein guter Umgang miteinander.“
„Auftrag ordnungsgemäß erledigt“
Bürgermeister Björn Gryschka ließ die Kritik aus Heinde nicht gelten. „Aus Sicht der Verwaltung ist die Vorlage für das gesamte Stadtgebiet erstellt worden. Es ging um Feststellungen dazu, was in den einzelnen Orten vorhanden ist“, entgegnete der Verwaltungschef. Dazu habe die Verwaltung den einstimmig vom Rat gefassten Auftrag ordnungsgemäß erledigt. Es sei wichtig, alle Einzelheiten transparent darzustellen. „Die Öffentlichkeit hat ein Recht zu erfahren, was wo ist“, sagte Gryschka. Ein Blick gelte bei einem Defizit von 2,9 Millionen Euro besonders den freiwilligen Ausgaben. Der Bürgermeister hätte nichts gegen weitere Beratungen in den Gremien oder Korrekturen einzuwenden. „Nichts ist in Stein gemeißelt.“ Das sei wie bei anderen Themen ein ganz normaler Prozess. Am Ende müsse abgewartet werden, ob sich der Stadtrat dem städtischen Vorschlag anschließt.
Weitere Aufarbeitung geplant
Bei der weiteren Nutzung der Garage gehe es um die Lagerung von mobilen Hochwasserschutzwänden. Außerdem betonte Gryschka, dass es nicht geplant war, vorab in kleiner Runde das Thema zu besprechen. „Wir werden den Blick auf jeden Fall weiter nach vorne behalten“, entgegnete der Ortsbürgermeister auf die Einlassung des Verwaltungschefs. Es gehe erst einmal darum, den Bedarf anzumelden und alle weiteren Punkte sauber aufzuarbeiten.
Von Michael Vollmer
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